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Österreich im Vergleich
Auch in Österreich wird das Fahrrad zunehmend als Verkehrsmittel eingesetzt. In Vorarlberg werden zum Beispiel bereits 14% aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt, in Bregenz sind es sogar 25%, wovon an Werktagen nur etwa 30% Freizeitverkehr sind. Auch die Mozartstadt Salzburg hat bereits einen Radverkehrsanteil von 20%.
Diese Zahlen entstanden nicht irgendwie von selbst, sondern sind das Ergebnis langjähriger erfolgreicher Konzepte, wie man am Beispiel von Salzburg sehen kann:
Der Radverkehrskoordinator der Stadt Salzburg versteht sich unter anderem auch als Ansprechpartner für Fahrradprobleme. So wurden nicht nur das Radwegenetz ausgebaut, sondern auch die Probleme und Bedürfnisse der Radfahrer erhoben. Dadurch konnten Konfliktstellen saniert werden, an denen es häufig Fastzusammstöße gab, bevor etwas passierte, und am Hauptbahnhof sowie an mehreren anderen Bahnhöfen Radstationen mit Fahrradboxen eingerichtet. Die Stadt Salzburg investiert 1 Million Euro jährlich in den Radverkehr, unter anderem auch in die Öffentlichkeitsarbeit, denn auch die zahlreichen Aktionen des „Jahres zu Rad“ (1993) haben enorm viel bewirkt.
Vorarlberg liegt in Österreich mit seinem Radverkehrsanteil an der Spitze, international aber trotzdem nur im Mittelfeld. Daher wird im neuen Verkehrskonzept bis 2015 ein Fahrrad-Anteil von 17% angepeilt. Zur Erreichung dieses durchaus realistischen Ziels wurde ein Landesradverkehrskonzept erarbeitet, dem zufolge die lokalen und überregionalen Netze noch besser aufeinander abgestimmt werden sollen. Mit folgenden Elementen soll das erreicht werden:
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Vorrangrouten, auf denen der Radverkehr uneingeschränkt bevorzugt wird, und auf denen die Verkehrssicherheit und der Komfort sehr hoch sind.
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Hauptrouten, als Verbindung von Ballungsräumen und Gemeinden mit ebenfalls großzügigen Standards und Qualitätskriterien.
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Untergeordnetes Netz, Radwege im Mischverkehr auf Gemeindestraßen.
Das Radwegenetz im Ländle wird bis 2012 um knapp 4 Millionen Euro ausgebaut, unter anderem ist auch der Bau von Radbrücken vorgesehen.
Obwohl durch die Wirtschaftskrise der Radverkehrsanteil während der letzten Monate deutlich gestiegen ist, hinkt Wien mit seinen ca. 5,5% immer noch deutlich hinter den westlichen Bundesländern hinterher, von internationalen Vergleichen mit Holland, Dänemark oder auch Deutschland ganz zu schweigen. Das Radwegenetz wurde an Kilometern seit 1996 zwar verdoppelt, doch um das Radfahren attraktiver und nicht zuletzt sicherer zu machen, sind noch etliche andere Maßnahmen, etwa nach Kopenhagener Vorbild, notwendig:
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Radwege mit einer Standardbreite von 2,5 Metern.
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Eigene Radstrecken für längere Fahrten (etwa zur Arbeit), auf denen die Radfahrer weniger oft anhalten müssen.
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Mehr Abstellanlagen für Fahrräder.
Einige der in Salzburg und Vorarlberg getroffenen Maßnahmen wären für Wien bestimmt überlegenswert, nachdem es die Stadt Wien nicht geschafft hat, die bis 2010 angepeilten 8% Radverkehrsanteil zu erreichen. Nun heißt es, die Erhöhung des Radverkehrs auf 8% soll "möglichst rasch" erreicht werden. (www.wien.gv.at)










