Aktuelles
Das Projekt "Radln gegen Armut", der zwei passionierten Radler Moritz Bühner und Eike Johann, die eine 3000km Strecke von Hamburg ins spanische Pamplona zurücklegen, neigt sich dem erfolgreichen Ende zu. Die spannenden Erlebnisse und den Hintergrund der Aktion, kann man auf ihrem Blog unter folgendem Link nachverfolgen:
Aktuelles
Liebe fahrRad-Gemeinde!
Das Online Magazin BIKING:VIENNA mahnt eine seriöse Verkehrspolitik ein. In der Septemberausgabe widmet es sich kritisch den Umfrageergebnissen des Wiener Verkehrsclubs, der bei der Auswertung große Unsicherheit bei den österreichischen Radfahrern feststellte, was Sicherheit im Straßenverkehr anbelangt. Mehr Infos unter:
http://www.commdes.at/bivi_II_web/index.htm
Für Wünsche und Beschwerden erreichen sie uns unter: info@fahrradpass.at
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Tipps für RadfahrerInnen
Mit dem Rad in der Arbeit
Eigentlich ist es verwunderlich, dass Unternehmen das Fahrradfahren nicht verstärkt fördern, denn ein Fahrrad-Berufs-Kilometer (Dienstwege) kostet einen Bruchteil der Aufwendungen für einen PKW-Berufs-Kilometer. Weitere Faktoren sind eine generelle Verbesserung der Arbeitszufriedenheit und eine Reduktion von Krankenständen durch die tägliche "Gesundheitsvorsorge". Interessanterweise wird das amtliche Kilometergeld für das Fahrrad von 0,24 Euro für die ersten 5 km und 0,47 ab 6 km kaum an Anspruch genommen, obwohl es im Vergleich zu den 0,42 Euro für einen PKW eine lohnende Alternative darstellt. Hier finden Sie Tipps zur Verwendung des Fahrrades für den täglichen Arbeitsweg, sowie Hinweise für Unternehmen, wie die Benützung des Fahrrades gefördert werden kann.
Wann ist das Rad ideal für die Arbeit?
Grundsätzlich ist niemand ist zu alt oder zu untrainiert, um mit dem Fahrradfahren im Alltag anzufangen. Das Fahrrad ist sowohl im städtischen und ländlichen Bereich ein ideales Fortbewegungsmittel von Strecken bis ca. 8 km, wobei natürlich auch längere Strecken problemlos gefahren werden können. Bei Arbeitswegen ab ca. 8 km kann eine Kombination zwischen Fahrrad und Öffentlichen Verkehrsmitteln eine ideale Lösung sein. Grundsätzlich kann das ganze Jahr mit dem Fahrrad gefahren werden. "Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur eine schlechte Ausrüstung" - mit dieser Einstellung können Sie sich fast bei jedem Wetter auf Ihr Fahrrad schwingen. Bei starkem Regen, Schnee und Eis kann dem Rad ruhig einmal ein Urlaubstag gegönnt werden. Winddichte, regenfeste Überbekleidung ist sicher eine lohnenswerte Anschaffung, wenn Sie kein/e reine/r SchönwetterradlerIn sein wollen.
Mit welchem Rad in den Job?
Im Normalfall tut’s jedes Rad, wenn es technisch gewartet ist. Nicht zu empfehlen ist jedoch, mit dem Mountainbike in die Arbeit zu fahren, denn wenn die Hose oder der Rock in die Speichen kommt, es unterwegs zu regnen anfängt und kein Kotschützer weit und breit - ist das für das nächste Meeting vielleicht nicht ganz ideal. Auch sind teure Mountainbikes besonders diebstahlsgefährdet. Ein bequemes Citybike, ausgestattet mit einem Korb für Rucksack oder Tasche, ist sicher eine gute Entscheidung.
Was zieh ich an?
Mit smartem Dreiteiler oder schickem Business-Kostüm auf’s Bike? Kein Problem. Wer Wege bis ca. 7 km zurückzulegen hat, braucht sich noch kein Raddress kaufen. Jedoch unbedingt Kettenschutz und Kotflügel montieren, die Krawatte darf ruhig vor Fahrtantritt etwas gelockert werden. Wer sich auch längere Wege zutraut oder bei jedem Wetter in die Firma fährt, wird sich früher oder später spezielle Fahrradbekleidung zulegen, um nicht zu frieren, nass zu werden und die Tageskleidung zu schonen. Hierfür eigenen sich z.B. Ponchos, Goretex-Bekleidung, wasserabweisende Überhosen, bzw. im Sommer schnell trocknende Kleidung und Flip-Flops. Im Sportfachgeschäft berät man Sie sicher gerne ...
Noch vorher in Kindergarten oder Schule?
Die klassische Mitnahmevariante ist der Kindersitz, in dem Kinder bis etwa 6 Jahre Platz finden. Die kleinen Passagiere sollten, wenn sie am hinteren Sitz sitzen, jedoch nicht mehr als 22 kg wiegen, am vorderen Sitz 15 kg. Es gibt aber auch spezielle Anhänger, die mit 1-2 Sitzplätzen bis zu 70 kg aufnehmen können. Eine dritte Variante sind sogenannte Trailer-Bikes, die an die Sattelstütze des Zugfahrrads angekuppelt sind. Eltern- und Kinderrad können auch mit einer Tandemdeichsel verbunden werden. Größere Kinder können mit ihrem eigenen Fahrrad fahren, eine Alternative wäre noch ein Tandem.
Diebstahlsschutz
Schlösser:
- Rahmenschlösser (greifen zwischen den Speichen) sind nur eine Notlösung, das Rad sollte immer an einer Radabstellanlage oder z.B. einem Laternenmast angeschlossen werden Spiralkabelschlösser sind für einen Dieb eine bessere Attrappe
- Bügelschlösser (die u-förmigen) gibt es mit zum Rad passender Halterung) sind um einiges sicherer: Der Bügel sollte mind. 30 cm lang und 12 cm breit sein, damit man das Rad auch bequem an Laternenmasten anschließen kann
- Panzerkabelschlösser: (biegsam, schwere Panzerkette) sind ebenfalls eine sichere Lösung, bequem beim Abschließen, beim Transport allerdings etwas sperrig (außer man hat einen Fahrradkorb)
Fahrradcodierung: Mit einer kleinen Fräse wird ein Code in das Sattelrohr des Rahmens graviert, was im Falle des Diebstahls der Polizei hilft, das Fahrrad zuzuordnen – falls sie es findet!
Sicherheit
Grundsätzlich ist Radfahren eine eher ungefährliche Tätigkeit. Im Straßenverkehr, besonders im Berufsverkehr, ist jedoch besondere Vorsicht geboten. Auch wenn es reizt, mit voller Kraft dahinzubretteln, sollte man dies nur auf Wegen wagen, wo Autos nicht zugelassen sind und auch wenige Fußgeher unterwegs sind – sie wollen auch leben. Grundsätzlich gilt, sich nicht auf einen Vorrang zu verlassen und davon auszugehen, dass man gesehen wird, die Knautschzone ist schließlich der eigene Körper, da nützt es hinterher wenig, im Recht zu sein. Besonders Kreuzungen von Radwegen, die von der Fahrbahn getrennt sind, sind gefährlich, da AutofahrerInnen beim Abbiegen oft nicht schauen und damit rechnen, dass ein/e RadfahrerIn von hinten kommt. Achten Sie Ihrerseits auch auf Fußgänger. Auch wenn FußgeherInnen am Radweg gehen und Sie nicht vorbei kommen, ist freundliches Klingeln angesagt. Fahren Sie nie in der Nacht ohne Licht! Auch nicht ausnahmsweise! Das Rad sollte regelmäßig (ca. 1x/Jahr) zum Service, um Bremsen, Kette, evt. locker gewordene Schrauben etc. zu überprüfen. Ca. 60% aller Fahrräder auf Österreichs Straßen haben zumindest einen technischen Mangel, der gegen die Gesetzesvorschrift verstößt. Die gravierendsten Verstöße betreffen ein besonders sensibles Thema: die Sichtbarkeit (Licht, Rückstrahler, Katzenaugen). Auch wenn keine Helmpflicht für Erwachsene besteht, ist er dringend anzuraten. Kinder sollten unbedingt immer einen Helm tragen. Eine Einführung der Radhelmpflicht für Kinder bis 14 Jahren wird vom Kuratorium für Verkehrssicherheit empfohlen, eine Meinung, der sich auch 84% der Befragten einer Studie angeschlossen haben. Beim Linksabbiegen (besonders bei mehrspurigen Straßen) ist es empfehlenswert, sich vor dem Spurwechsel mit Handzeichen bemerkbar zu machen und Blickkontakt mit dem von hinten kommenden Fahrzeug aufzunehmen. Auch Schienenstraßen bergen so manche Tücke für RadfahrerInnen, zwischen Schiene und parkenden Autos ist oft wenig Platz, auch ist die Gefahr von parkenden Autos, wo plötzlich die Türe aufgerissen wird, gegeben. Zwischen den Schienen zu fahren kann Stress auslösen, wenn Straßenbahn und Autos ungeduldig nah heranfahren, oder gar zum läuten oder hupen anfangen. Hier gilt es Ruhe und Gelassenheit zu bewahren und die Spur zu halten, bis auf der Seite genug Platz ist, um sicher die ungeduldigen VerkehrsteilnehmerInnen vorbeizulassen.



























